Offener Brief

13. Juli 2010

Sehr geehrter Herr Fichter (a.k.a. Peter F. aus W.),
sehr geehrte Vorstandschaft der Wasserburger CSU,

bislang haben wir die Kolumne “Aus meiner Sicht” in der Pressewoche, in
welcher Herr Fichter das aktuelle Tagesgeschehen kommentiert, mehr oder
weniger interessiert, in jedem Fall aber unaufgeregt zur Kenntnis genommen.
Zwar mutet es uns seltsam an, dass ein Beisitzer und damit
Vorstandsmitglied eines hiesigen Ortsverbandes hier die Position eines
vermeintlich Außenstehenden und damit “überparteilichen” Beobachters
einnimmt, allerdings hielten wir dies bislang in erster Linie für ein
Problem der Pressewoche und deren journalistischer Glaubwürdigkeit.

Mit der Kolumne aus der Pressewoche-Ausgabe vom 9. Juli (”Wir schreiben das
Jahr 2013…”) wurden jedoch gleich mehrere Grenzen überschritten, die so
von unserer Seite nicht unkommentiert hingenommen werden können. Dabei
wollen wir an dieser Stelle gar nicht mehr die Diskussion für und wider des
Volksbegehrens für besseren Nichtraucherschutz aufwärmen. Zum einen, weil
es auch in unserem Ortsverband hierzu durchaus unterschiedliche Meinungen
gibt, zum anderen, weil diese Debatte in den vergangenen Wochen auf allen
denkbaren Ebenen bis zum Exzess geführt wurde und wir uns nicht anmaßen
wollen, diese Debatte noch durch neue Argumente bereichern zu können.

Tatsache ist aber, dass die bayerische Bevölkerung, bzw. das gute Drittel
davon, das offensichtlich an der Thematik interessiert war, in geheimer und
freier Wahl ein klares Votum für den Gesetzesentwurf des Volksbegehren
getroffen hat. Dieses Votum gilt es für einen Demokraten zu akzeptieren.
Natürlich heißt das noch lange nicht, dass man diese Entscheidung nicht
auch kritisch kommentieren darf, zumal, wenn man – wie eben Herr Fichter -
als Wirt von dieser Entscheidung durchaus eine wirtschaftliche
Betroffenheit zu befürchten hat. Ja, es wäre geradezu naiv gewesen, zu
glauben, die seit Jahren anhaltenden Diskussionen über den
Nichtraucherschutz in der Gastronomie würden mit dem Volksentscheid ein
jähes Ende finden.

Allerdings sollten gerade die Politiker vor Ort – und dazu zählen wir auch
einen Beisitzer im Ortsvorstand der Wasserburger CSU – dazu beitragen,
dieser sehr emotionalen Debatte zur nötigen Sachlichkeit zu verhelfen. Zu
unserem Bedauern hat Herr Fichter es aber ganz im Gegenteil vorgezogen, mit
seiner ungeheueren Polemik zusätzlich Öl ins Feuer zu gießen. Auf
vermutlich humorvoll gedachte, jedoch äußerst plumpe Art, werden hier die
Befürworter des strengen Nichtraucherschutzes pauschal des Denunziantentums
bezichtigt und durch die platt herbeigewitzelten Parallelen zu Stasi und
Gestapo in die Nähe verbrecherischer Diktaturen gerückt, während die
Kennzeichnung der Raucher mit schwarzen Armbinden auf das grausame
Schicksal der Juden im 3. Reich Bezug nimmt.

Zum Schreckensgespenst des allgegenwärtigen Denunziantentums möchten wir
nur anmerken, dass es bereits jetzt ein geltendes Nichtraucherschutzgesetz
gibt, welches die Bedingungen unter denen sich ein Lokal als Raucherlokal
ausweisen kann, klar regelt. Wäre die Lust am Denunzieren bei den
Rauchgegnern in der Tat so ausgeprägt, wie von Herrn Fichter unterstellt,
dann hätten gerade in Wasserburg einige Wirte von Raucherlokalen aufgrund
der konsequenten Missachtung eben dieser Vorgaben schon viel länger
empfindliche Strafen fürchten müssen. Als Geschäftsmann, der im hiesigen
Nachtleben sein Geld verdient, sollte diese Tatsache Herrn Fichter durchaus
bewusst sein, was seine Polemik umso unverständlicher macht.

Es hätte dem Peter F. aus W. vorab eine Warnung sein sollen, dass sich an
überflüssigen und dummen Nazivergleichen schon weitaus begabtere
Schriftsteller und professionellere Politiker die Finger verbrannt haben.
Warum er dennoch nicht davon Abstand gehalten hat, darüber können wir nur
mutmaßen. Schade auch, dass seitens der Pressewoche offensichtlich
keinerlei Qualitätskontrolle stattfindet – wobei wir uns angesichts der
Einlassungen von Herrn Christian Huber auf Seite 1 der gleichen Ausgabe
auch fragen müssen, wem man denn bitteschön bei der Pressewoche eine solche

Qualitätskontrolle anvertrauen sollte.

Sehr geehrte Damen und Herren von der Wasserburger CSU, wir von Bündnis
90/Die Grünen wissen durchaus zu schätzen, dass, bei allen inhaltlichen
Unterschieden, das politische Klima in der Stadt seit vielen Jahren von
Fairness und gegenseitigem Respekt geprägt ist. Wir wünschen uns, dass dies
auch in Zukunft so bleibt. Gerade deshalb konnten und wollten wir die
besagte Kolumne nicht unwidersprochen stehen lassen, stellt sie doch aus
unserer Sicht einen Angriff auf den bislang gepflegten Umgang untereinander
dar. Denn auch wenn Herr Fichter diese Kolumne nicht in seiner Eigenschaft
als Beisitzer des Wasserburger CSU-Ortsverbandes verfasst hat, fallen
solche Äußerungen, nicht zuletzt aufgrund des Bekanntheitsgrades von Herrn
Fichter, letztendlich auch auf seine und damit Ihre Partei zurück. Wir
würden uns von Ihnen wünschen, dass Sie sich selbstkritisch mit diesem
Thema auseinandersetzten und hinterfragen, ob dies die Art und Weise ist,
in der Sie Ihre Partei nach außen repräsentiert sehen wollen, bzw. welche
Konsequenzen Sie nun ziehen werden, damit nicht wenigstens ein Teil des
Alptraums von Herrn Fichter (der mit dem verfehlten Wahlziel von 20% + X
für die CSU) schneller Wirklichkeit wird, als Ihnen (nicht uns) lieb sein
kann.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrike Oyan und Alexander Rieger (Sprecher des Ortsvorstandes)
Christian Stadler und Adil Oyan (Stadträte)

“Home” beim Open Air Kino in der Hofstatt

25. September 2009

Wasserburg – Der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen zeigt am kommenden Samstag den 26. September in der Hofstatt den Film „HOME“ des Filmemachers Yann Arthus-Bertrand. Bertrand nimmt in seinem Film die Zuschauer mit auf eine Reise in 50 Länder und hält dabei ein Plädoyer für die Zukunft der Erde.  Den Zuschauer erwarten überwältigende Panoramen unserer natürlichen Umwelt, aber auch der Narben, die die menschliche Zivilisation auf der Erde hinterlässt, mit Bildern, die komplexe Zusammenhänge ohne komplizierte Erklärungen verdeutlichen.

Zuvor gibt es eine kleine Kurzfilmüberraschung.

Die Anmoderation übernimmt der Bundesvorsitzende Cem Özdemir. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr, der Eintritt ist frei.

Den Trailer zum Film gibt es hier:

Home – Trailer

Wuhrtalidylle http://twitpic.c…

26. August 2009

Wuhrtalidylle http://twitpic.com/fce3n

MdB Hans-Josef Fell im Wasserb…

26. August 2009

MdB Hans-Josef Fell im Wasserburger Wuhrkraftwerk… http://twitpic.com/fcbea

wieder mal schönes wetter in …

15. August 2009

wieder mal schönes wetter in der altstadt – wasserwacht bietet inn-rundfahrt beim inndamfest an…

Weißt Du wie der Mann im Mond wohnt?

13. August 2009

Da liest man nichtsahnend vor dem Zubettegehen noch mal kurz die Ereignisse des Tages und überliest vor lauter gebrochenem Schumachernacken fast die Idee des Jahres!
Neal Armstrongs Erben

Gute Nacht ;-)

Ein Bürgerspielopfer erholt s…

12. August 2009

Ein Bürgerspielopfer erholt sich… http://twitpic.com/dnrpl

Es tut sich was am Brucktor

11. August 2009

Pünktlich zum Ende des Bürgerspiels lässt Wasserburgs derzeit wohl berühmteste Baistelle die Hüllen fallen und gewährt einen ersten Blick darauf wie weit die Arbeiten sind.

Ich muss sagen, sieht ganz gut aus bisher. Man darf auf Weiteres gespannt sein…

Das Rathaus am Leben lassen

29. Juli 2009

Den lange geforderten Einbau eines Aufzuges hat der Wasserburger Stadtrat kürzlich beschlossen. Dieser ist im Lichthof, also an der Schnittstelle zwischen den beiden Bauabschnitten vorgesehen und kann so nicht nur die unterschiedlichen Bodenniveaus bedienen, sondern ist auch mit dem geringstmöglichen Eingriff in die historische Bausubstanz zu verwirklichen.
Auch das Landesamt für Denkmalschutz stimmte dieser Maßnahme letztlich zu. Zwar aus seiner fachlichen Sicht heraus nicht mit Begeisterung, aber doch die sachliche Notwendigkeit einsehend. Aus gestalterischen Gründen soll dieser neue Aufzug möglichst transparent ausgeführt werden – einmal, um den Lichthof nicht unnötig zu verschatten, zum anderen, um den modernen Aufzug nicht in optische Konkurrenz zur historischen Bausubstanz treten zu lassen.
So weit, so gut. Doch nun regt sich Widerstand. Fritz Armbruster, der Vorsitzende des Bürgerforums, bereitet offensichtlich ein Bürgerbegehren gegen den Aufzug vor. Seiner Meinung nach ist die (im Übrigen recht provisorisch anmutende) barrierefreie Zugänglichkeit zum Bürgerbüro für fast alle Amtsgeschäfte ausreichend. Für alles, was nicht im Bürgerbüro abgewickelt werden kann, regt er eine Treppenraupe als billigere Alternative an.
Was er allerdings übersieht, ist, dass auch eine Treppenraupe den Menschen im Rollstuhl zum Hilfsempfänger degradiert. Während ein Rollifahrer im Aufzug selbständig mobil ist, wird seine Hilfsbedürftigkeit beim Transport mit der Treppenraupe gnadenlos zur Schau gestellt.
Ebenfalls scheint Herr Armbruster zu ignorieren, dass zwar ein Großteil der Amtsgeschäfte im Bedarfsfall im Bürgerbüro abgewickelt werden könnte, nicht aber die kulturellen Veranstaltungen im Rathaussaal. Auch als Wahllokal bzw. für Hochzeiten oder Empfänge geeignete Räume gibt es im Erdgeschoss des Rathauses nicht.
Die Funktionsweise einer Treppenraupe, die an manchen Stellen sicher eine wertvolle Hilfe für Rollifahrer sein mag, kann man sich auf der Seite eines Herstellers ansehen. Sogar einen kurzen Filmbeitrag zur Bedienung des Gerätes gibt es dort zu sehen. Obwohl oder gerade weil dieser zu Werbezwecken erstellt ist, macht er deutlich, wieviel langsamer und umständlicher – somit ungeeigneter für gut
besuchte Veranstaltungsräume – eine Treppenraupe im Vergleich zum Aufzug ist.
Darüber hinaus ist eine Treppenraupe keine Hilfe für die vielen Menschen, die zwar nicht im Rollstuhl sitzen, beim Treppensteigen jedoch trotzdem Probleme haben. Gerade vor dem Hintergrund einer gleichwohl immer älter werdenden wie aktiv bleibenden Gesellschaft ist eine Treppenraupe also nicht einmal annähernd eine Alternative zum geplanten Aufzug.
Seit dem Bau des Rathauses in den Jahren 1457 – 1459 ist das Wasserburger Rathaus nicht nur Sitz des Stadtrates und der Stadtverwaltung, sondern auch Veranstaltungsort und Tanzhaus. Hier die bequeme barrierefreie Zugänglichkeit nicht endlich herzustellen, würde bedeuten, eine der zentralen Funktionen dieses historischen Gebäudes mittelfristig in Frage zu stellen. Denkmalschutz aber ist mehr, als nur historische Bausubstanz möglichst unberührt zu lassen. Ein Gebäude in seiner angestammten und angedachten Funktion zu erhalten und rege zu nutzen, es somit im wahrsten Sinne des Wortes “am Leben zu lassen” sollte ebenfalls ein zentrales
Anliegen sein.

Innovative Werbung

24. Juli 2009

Werbung muss nicht immer fad auf Plakatwänden oder Litfass-Säulen kleben,
ein interessantes Beispiel für innovative Werbung lief mir heute vor die Kamera-Linse:

Ein Hochrad, was ja an sich schon für Aufmerksamkeit sorgt, und der Fahrer hatte hinten auf dem Rücken eine kleine, nette Werbung für die Badschänke im Lagerleben des Wasserburger Bürgerspiels: “Heute frische Forellen”. Naja, ich persönlich mach mir nichts aus Fisch, aber vielleicht ja der eine oder andere von Euch ;-)

Hier das Video: